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Musical-Glossar
Das Musical-Alphabet

AD LIB:

Das spontane Hinzufügen oder Ändern von Text durch einen Darsteller während der Aufführung.

AKT:

 Ein Hauptabschnitt eines Theaterstücks oder Musicals, oft in Szenen unterteilt.

ALTERIEREND:

Der Begriff „alternierend“ im Musical bezeichnet eine Art der Besetzung, bei der sich zwei Darsteller einer Hauptrolle regelmäßig abwechseln. Diese „alternierende Besetzung“ wird auch als „Alternate“ bezeichnet und ist vertraglich festgelegt, mit zugesicherten festen Vorstellungen pro Woche, in denen der Alternate die Hauptrolle spielt. Der Hauptgrund für eine alternierende Besetzung ist die Entlastung der Erstbesetzung, da große Musical-Produktionen oft mehrere Vorstellungen pro Woche (zum Beispiel acht Shows) spielen. Die alternierende Besetzung ermöglicht es dem Hauptdarsteller, ein bis zwei freie Abende pro Woche zu haben, ohne dass die Rolle unbesetzt bleibt. Das Alternate muss die Rolle genauso gut beherrschen wie die Erstbesetzung, aber spielt sie nur an bestimmten, vertraglich vereinbarten Terminen. Im Unterschied zu einem Cover (Zweitbesetzung), der nur bei Bedarf einspringt, wechselt die alternierende Besetzung also regelmäßig und geplant ab. Das Alternate übernimmt keine Ensemble-Rollen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Hauptrolle, die es besetzt. In der Hierarchie steht die alternierende Besetzung knapp hinter der Erstbesetzung und vor der Zweitbesetzung (Cover). Zusammenfassung: Alternierend = regelmäßiger Wechsel zweier Hauptdarsteller. Vertraglich zugesicherte Einsätze, z.B. 1-2 Shows pro Woche. Entlastet die Erstbesetzung bei dichtem Spielplan. Alternate spielt ausschließlich die Hauptrolle, keine Ensemble-Rollen. Unterschied zum Cover: Cover springt nur bei Bedarf kurzfristig ein.

APRON:

Der vordere Bereich der Bühne, der vor dem Hauptvorhang liegt und dem Publikum am nächsten ist.

ARIE:

Ein Solo-Lied, meist in einem Opern- oder Musicalkontext, das die Emotionen eines Charakters vertieft.

AUFFÜHRUNG:

 Die öffentliche Präsentation eines Theaterstücks oder Musicals.

BALKON:

 Eine erhöhte Sitzebene im Zuschauerraum eines Theaters.

BALLADE:

Ein langsames, gefühlvolles Lied, das oft die Emotionen oder die Hintergrundgeschichte eines Charakters beleuchtet.

BELTING:

Eine Gesangstechnik, bei der die Bruststimme in höhere Tonlagen geführt wird, um einen kräftigen Klang zu erzeugen.

BLACK BOX:

Ein flexibler, meist schwarzer Theaterraum ohne feste Bühne oder Zuschauerplätze, der verschiedene Bühnenkonfigurationen ermöglicht.

BÜHNENBILD:

 Die visuelle Gestaltung der Bühne, die den Schauplatz der Handlung darstellt.

Cast: Die Besetzung eines Musicals, also die Darsteller, die die verschiedenen Rollen verkörpern.

Chor: Eine Gruppe von Darstellern, die gemeinsam singen und oft im Hintergrund agieren.

Choreograf: Die Person, die für das Erstellen und Leiten der Tanznummern und Bewegungsabläufe verantwortlich ist.

Choreografie: Die Gestaltung und Einstudierung von Tanznummern und Bewegungsabläufen im Musical.

Coda: Das abschließende Musikstück oder die musikalische Schlussfolgerung eines Werkes.

Concept Musical: Ein Musical, das mehr durch ein zentrales Thema oder Konzept als durch eine klare Handlung geprägt ist.

COVER:

Im Musical bezeichnet der Begriff „Cover“ die Zweitbesetzung einer Haupt- oder Nebenrolle. Das Cover ist ein Darsteller, der die Rolle einstudiert hat, um bei Ausfall der Erstbesetzung (zum Beispiel wegen Krankheit oder Urlaub) kurzfristig einspringen zu können. Oft ist das Cover zugleich Mitglied des Ensembles und übernimmt dort auch kleinere Rollen oder Aufgaben. Covers haben die Herausforderung, neben ihrer regulären Ensemble- oder Nebenrolle auch die Hauptrolle oder eine andere wichtige Rolle perfekt zu beherrschen. Sie müssen jederzeit bereit sein, spontan einzuspringen, manchmal mit nur wenigen Minuten Vorlaufzeit. Es gibt auch einen "In-House Cover", der in der Regel "im Haus" der Produktion zur Verfügung steht und einspringt, wenn die Erstbesetzung verhindert ist. Der Unterschied zu einem externen oder "Walk-In"-Cover besteht darin, dass ein In-House Cover eine vertraglich definierte Position mit klaren Spielverpflichtungen und relativ festen Arbeitsstrukturen hat.  Im Unterschied zu alternierenden Besetzungen wechseln sich Cover und Erstbesetzung nicht in festgelegten, regelmäßig geplanten Zeitabständen ab, sondern der Cover ist wirklich ein Ersatz, der nur bei Bedarf einspringt. Eine Besonderheit ist, dass es verschiedene Arten von Einspringern gibt: Cover, Walk-Ins (die noch flexibler und ohne feste Spieltermine sind) und Swing (die verschiedene Ensemble-Positionen abdecken). Im Alltag der Produktion sind Cover damit unverzichtbar, um den Spielbetrieb auch bei Ausfällen aufrechtzuerhalten und die Qualität der Aufführung zu sichern. Zusammenfassung: Cover = Zweitbesetzung einer Rolle. Studiert Rolle ein, um bei Ausfall der Erstbesetzung einzuspringen. Oft auch Teil des Ensembles mit Nebenrollen. Erfordert große Flexibilität und Bereitwilligkeit. Unterschied zu alternierender Besetzung: kein festgelegter Rollenwechsel, nur bei Bedarf.

D

Dance Captain: Ein Mitglied des Ensembles, das für das Einüben und die Wiederholung der Choreografien verantwortlich ist.

Dramaturg: Ein Theatermitarbeiter, der für die AuswahlBearbeitung und Interpretation von Stücken verantwortlich ist.

Dress Rehearsal: Eine Generalprobe, bei der das Kostüm getragen wird und die Aufführung unter realen Bedingungen stattfindet.

Duett: Ein Lied, das von zwei Personen gesungen wird.

E

Eleven o' clock Number: Ein energiegeladenes Lied, das gegen Ende des zweiten Aktes plaziert ist, um das Publikum nochmal richtig mitzureißen.

ENSEMBLE:

Das Ensemble in einem Musical bezeichnet die Gesamtheit der Darsteller und Tänzer, die neben den Hauptrollen an der Inszenierung mitwirken. Das Ensemble spielt oft mehrere Rollen, darunter kleinere Charakterrollen, Chor- und Tanznummern sowie Gruppenszenen. Es ist eine feste Gruppe, die bei längeren Produktionen wie En-Suite-Shows oder Saisonproduktionen engagiert wird. Die Mitglieder des Ensembles sind in der Regel Teil des festen Casts und häufig für eine gesamte Spielzeit oder länger vertraglich gebunden. Im Musical-Umfeld besteht das Ensemble meist aus Schauspielern, Sängern und Tänzern, die gemeinsam die verschiedenen Nebenrollen darstellen, oft auch in der jeweils benötigten Kombination aus Gesang, Tanz und Schauspiel. Das Ensemble trägt maßgeblich zur Gesamtwirkung der Aufführung bei, indem es die Szenerie belebt, Gruppensequenzen aufführt und die Dramaturgie unterstützt. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet „zusammen“, was auf die Zusammenarbeit der Künstler hinweist. Es gibt spezialisierte Ensemblegruppen, zum Beispiel Tanzensembles oder Gesangsensembles, je nach Besetzung und Anforderungen der Produktion. Anders als Hauptdarsteller oder Cover-Darsteller sind Ensemble-Mitglieder oft vielseitig einsetzbar und sorgen für die personelle Vielfalt auf der Bühne. Zusammengefasst: Ensemble = Gesamtheit der Darsteller und Tänzer neben Hauptrollen. Mitglieder spielen Nebenrollen, Chor- und Tanznummern. Sind vertraglich meist für längere Zeit an Produktion gebunden. Spielt zentrale Rolle beim Bühnenbilden und der Gesamtwirkung. Begriff bedeutet „zusammen“ und betont die kollektive Arbeit.

F

Finale: Der abschließende Teil eines Musicals, in dem die Handlung zu einem Abschluss gebracht wird.

Foyer: Der Eingangsbereich eines Theaters, in dem sich das Publikum vor Beginn und während der Pausen aufhält.

Fremdproduktion: Ein Musical, das in einem anderen Land produziert und dann in einem neuen Markt oder Theater gezeigt wird.

Funkmikrofon: Ein kabelloses Mikrofon, das häufig in Musicals verwendet wird, um Darsteller gut hörbar zu machen.

G

Generalprobe: Die letzte Probe vor der Premiere, die meist ohne Unterbrechungen wie eine Aufführung durchgeführt wird.

Gegenspieler: Ein Charakter, der dem Helden entgegenwirkt, um Konflikte in der Handlung zu erzeugen.

Glitzer-Glanz-Musical: Bezeichnet Musicals mit auffälligen Kostümen, opulenter Bühnenausstattung und einer insgesamt glamourösen Atmosphäre.

H

Hauptrolle: Die wichtigste oder zentralste Rolle in einem Musical.

Historisches Musical: Ein Musical, das historische Ereignisse oder Figuren behandelt.

Homage Musical: Ein Musical, das eine Ehrung oder ein Tribut an einen bestimmten Künstler oder eine bestimmte Kultur darstellt.

I

Ingenue: Ein Rollenfach im Musical, das eine junge, unschuldige weibliche Figur darstellt.

Impersonator: Ein Darsteller, der die Rolle einer berühmten Person nachahmt, oft in einem Musical.

Improvitation: Das spontane Erschaffen von Dialogen oder Aktionen ohne vorheriges Skript.

Intermission (Pause): Eine Pause zwischen den Akten eines Musicals, um den Zuschauern eine Erholung zu ermöglichen.

J

Jukebox-Musical: Ein Musical, das bereits existierende Songs eines bestimmten Künstlers oder Genres verwendet, um eine Geschichte zu erzählen.

K

Kostümdesign: Der kreative Prozess, bei dem die Kostüme für ein Musical entworfen werden, um den Charakteren visuelle Identität zu verleihen.

Kreation: Der Prozess der ersten Aufführung eines neuen Musicals oder Theaterstücks.

Kulisse: Ein Teil des Bühnenbildes, das den Hintergrund oder die Umgebung der Szene darstellt.

L

Lead-In: Ein kurzer Dialog oder musikalischer Abschnitt, der in einen Song überleitet.

Libretto: Das Textbuch eines Musicals, das alle Dialoge und Liedtexte enthält.

Lichtdesign: Die Gestaltung und Anwendung von Licht auf der Bühne, um Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen.

Liederbuch: Eine Sammlung von Liedtexten und Akkorden aus einem Musical.

M

Maske: Die Abteilung, die für das Schminken und die Perücken der Darsteller zuständig ist.

Matinee: Eine Theateraufführung, die am Nachmittag stattfindet.

Mega-Musical: Ein aufwendig produziertes Musical mit großem Budget und spektakulären Effekten.

Monolog: Ein längerer, ununterbrochener Text, den ein Darsteller allein spricht.

Mise-en-scène: Die Anordnung von Schauspielern, Bühnenbild und Requisiten auf der Bühne.

N

O

Oberbeleuchter: Der Techniker, der für die Lichtsteuerung während einer Aufführung zuständig ist.

Ouvertüre: Ein instrumentales Einleitungsstück zu Beginn eines Musicals, das Themen und Melodien vorstellt.

Overture: Siehe Ouvertüre.

P

Pattersong: Ein Song mit schnell gesprochenen oder gesungenen Text, oft humorvoll undrhytmisch anspruchsvoll.  Premiere: Die erste öffentliche Aufführung eines Musicals.

Preview: Voraufführungen in kleinen Städten oder Theatern, um das Stück vor der Premiere zu testen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.

Proben: Übungseinheiten, bei denen die Darsteller und das Team an der Aufführung arbeiten.

PUT-IN

Der Begriff „Put-In“ bezeichnet im Musical eine wichtige Durchlaufprobe, bei der neue Castmitglieder mit dem bereits bestehenden Ensemble die gesamte Show komplett durchspielen. Diese Probe findet meist in der letzten Phase vor den Hauptproben statt und erfolgt auf der eigentlichen Bühne, oft in vollständigen Kostümen und Maske. Ziel ist es, dass die neuen Darsteller sich gut ins bestehende Ensemble einfügen und den gesamten Ablauf der Show erleben und einstudieren. Während früher vor allem einzelne Szenen oder Elemente wie Musik, Tanz und Schauspiel separat geprobt wurden, dient der Put-In dazu, alle diese Elemente zusammenzuführen und den Gesamtfluss der Vorstellung zu optimieren. Dabei werden Abläufe mit Requisiten, Bühnenbildern und technischen Effekten getestet und gegebenenfalls verbessert. Außerdem hilft der Put-In, ein realistisches Zeitgefühl für die Dauer des Musicals zu bekommen. Im Anschluss an den Put-In findet häufig eine gemeinsame Analyse mit Regie, Dramaturgie und Technik statt, um letzte Feinabstimmungen vorzunehmen. Put-Ins werden meist mehrfach durchgeführt, um den Ablauf immer weiter zu verfeinern. Zusammengefasst: Put-In = vollständige Durchlaufprobe der Show mit neuen Castmitgliedern. Findet in Kostümen und auf der Hauptbühne statt. Dient dem Einfügen neuer Darsteller ins Ensemble und Abstimmung aller Showelemente. Optimiert Timing, Technik, Requisiten und Bühnenbildwechsel. Wichtig für einen reibungslosen Ablauf vor den ersten Hauptvorstellungen. Der Put-In ist damit eine zentrale Probephase zur Vorbereitung auf die Premiere und die regulären Aufführungen eines Musicals.

Q 

R

Refrain: Der wiederkehrende Teil eines Liedes, der oft den Kern oder die zentrale Botschaft des Songs wiedergibt.

REHEARSAL

Der Begriff „Rehearsal“ bedeutet im Musical und allgemein im Theater „Probe“. Es bezeichnet geplante Übungssitzungen, bei denen alle Beteiligten (Darsteller, Musiker, Regisseure, Choreografen und Techniker) zusammenkommen, um die Aufführung vorzubereiten, zu üben und zu perfektionieren. Während einer Rehearsal werden verschiedene Aspekte der Produktion geprobt: das Einüben von Dialogen, Gesang, Tanz, Bühnenbewegungen, das Zusammenspiel mit Licht, Sound und Bühnenbild sowie das Timing und die Koordination aller Elemente auf der Bühne. Rehearsals sind entscheidend, um die Qualität und den Ablauf der Aufführung sicherzustellen. Proben haben mehrere Zwecke: Verbesserung der technischen Fähigkeiten und der Koordination im Ensemble. Vertiefung des Verständnisses und der Interpretation der Rollen und Stücke. Möglichkeit für Regisseure und Choreografen, Feedback zu geben und Anpassungen vorzunehmen. Abstimmung aller künstlerischen und technischen Komponenten. Rehearsals können je nach Produktion von kurzen einzelnen Szenenproben bis zu langen vollständigen Durchläufen (Run-Throughs oder Put-Ins) reichen. Sie sind ein essentieller Teil des Produktionsprozesses, der vor der Aufführung mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann. Zusammengefasst:„Rehearsal“ = Probe im Theater oder Musical. Dient dem Üben und Verfeinern der Aufführung. Umfasst alle theaterrelevanten Inhalte: Gesang, Schauspiel, Tanz, Technik. Essenziell zur Vorbereitung auf Aufführungen.

Reprise: Die Wiederholung eines Songs oder Themas im Musical, oft mit veränderter Bedeutung.

Requisite: Gegenstände, die auf der Bühne von den Darstellern verwendet werden.

Requiem: Ein Musikstück oder Lied, das eine Trauerfeier darstellt, oft verwendet, um den Verlust eines Charakters zu betrauern.

RUN THROUGH

Ein „Run Through“ ist  im Musical eine spezielle Art der Probe, bei der eine komplette Szene, ein ganzer Akt oder sogar das gesamte Stück in einem Stück durchgespielt wird, meist ohne viele Unterbrechungen oder Korrekturen währenddessen. Das Ziel eines Run Throughs ist es, ein Gefühl für den Fluss und die Kontinuität der Aufführung zu bekommen und zu überprüfen, wie die einzelnen Teile zusammenspielen. Im Unterschied zu häufigeren oder detaillierteren Proben, die einzelne Szenen oder Abschnitte fokussieren, bietet ein Run Through den Darstellern die Möglichkeit, ihre Rollen in der vollständigen Reihenfolge zu spielen, was das Timing, die Emotionalität und den Aufbau der Geschichte stärkt. Nach einem Run Through gibt es in der Regel Feedback, Notizen und Korrekturen. Run Throughs sind wichtig, um Schwachstellen aufzuzeigen, den Cast an den Gesamtfluss zu gewöhnen und sicherzustellen, dass die Produktion als Ganzes stimmig ist. In der Probenphase finden sie oft nach den ersten „Blocking Rehearsals“ statt und können mehrmals wiederholt werden. Zusammengefasst: Run Through = Durchspielen einer kompletten Szene, eines Akts oder ganzen Stücks ohne große Unterbrechungen. Ziel: Zusammenhang und Fluss der Aufführung prüfen. Gibt den Darstellern das Gefühl für Kontinuität und Emotion. Erfolgt meist mit anschließendem Feedback und Korrekturen. Wichtiger Schritt in der Probenphase vor der Premiere. 

S

Showstopper: Eine besonders beeindruckende Nummer in einem Musical, die zu einem lang anhaltenden Applaus führt.

Sitzprobe: Die erste Probe, bei der Orchester und Sänger gemeinsam die Musik proben, meist ohne szenische Darstellung.

Souffleur: Eine Person, die den Darstellern bei Texthängern vorsagt.

Soli: Ein Lied oder ein Musikstück, das von einem einzelnen Darsteller aufgeführt wird.

Souffleur/Souffleuse: Person, die den Darstellern bei Texthängern vorsagt.

Standing Ovation: Ein Ausdruck besonderer Anerkennung des Publikums, bei dem die Zuschauer aufstehen und applaudieren.

Stichwort: Das letzte Wort eines Dialogs, das dem nächsten Darsteller als Einsatzsignal dient.

SWING:

In einem Musical ist ein Swing eine ganz besondere und sehr anspruchsvolle Position im Ensemble.

Grundidee:

Ein Swing ist ein Einspringer. Jemand, der mehrere Ensemble-Rollen (manchmal auch kleinere Nebenrollen oder Tänzer:innenpositionen) lernen und im Notfall übernehmen kann.

Wenn also ein Ensemblemitglied krank ist, sich verletzt oder aus einem anderen Grund ausfällt, springt der Swing ein. Manchmal sogar sehr spontan, also am selben Tag oder kurz vor der Vorstellung.

Beispiel:

Angenommen, es gibt ein Ensemble aus 10 Tänzer:innen.

Ein Swing kann z. B. 5–10 verschiedene Parts dieser Tänzer:innen abdecken.

Der Swing muss also genau wissen:

Wo jede Person auf der Bühne steht (die sogenannte Blocking),

Welche Choreografie und Bewegungen die Person hat,

Welche Kostüme und Requisiten sie benutzt.

Manche Produktionen haben mehrere Swings, damit alles abgedeckt werden kann.

Arten von Swings:

1. Ensemble-Swing: springt für Ensemblemitglieder ein (Tanz, Gesang, kleine Rollen).

2. Principal Swing: deckt besonders viele Rollen ab. Zuweilen auch Solo-Parts.

2. Dance Captain Swing: ist oft auch für die Pflege der Choreografien verantwortlich.

3. Onstage Swing: hat eine feste kleine Rolle im Stück, ist aber zusätzlich für andere Parts vorbereitet.

4. Offstage Swing: hat keine feste Rolle, sitzt „auf Abruf“ im Backstage-Bereich und springt nur im Notfall ein.

5. Universal Swings: ein Darsteller oder eine Darstellerin, die sowohl männliche als auch weibliche Rollen übernehmen können. Diese "Cross-Gender-Swings" sind stimmlich, tänzerisch und körperlich so flexibel, dass sie beides glaubhaft und sicher umsetzen können.

Anforderungen:

Ein Swing muss:

Ein sehr gutes Gedächtnis haben (oft 5–15 Tracks gleichzeitig im Kopf!),

Flexibel sein (jeder Track ist anders),

Schnell reagieren können,

Sicher in Tanz, Gesang und Schauspiel sein,

Und mitunter unter Druck ruhig bleiben. Manchmal bekommt man nur Minuten Vorbereitungszeit.

Warum Swings so wichtig sind:

Swings sind die unsichtbaren Helden des Musicals.

Ohne sie könnte eine große Produktion bei Krankheit oder Verletzungen gar nicht laufen.

Sie halten den Betrieb am Laufen und sorgen dafür, dass das Publikum immer eine vollständige Show bekommt.

 

T

Tanzleiter: Eine Person, die für die gesamte Choreografie und die Tanzproben zuständig ist, ähnlich einem Choreografen, aber speziell auf Tanz fokussiert.

Tanz-Nummer: Eine Choreografierte Szene, bei der der Tanz im Mittelpunkt steht.

Tragödie: Ein Drama, das oft mit dem Untergang des Helden endet und ernste Themen behandelt.

Tryout: Voraufführungen in kleinen Städten oder Theatern, um das Stück vor der Premiere zu testen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.

U

Understatement: Eine Form des Spiels, bei der die Darsteller eine Rolle oder Situation absichtlich zurückhaltend oder weniger dramatisch spielen.

Understudy: Ein Darsteller, der die Rolle eines anderen Darstellers oder auch mehrerer Darsteller einstudiert hat und bei Bedarf einspringt.

V

Vorhang: Das Tuch, das die Bühne vom Zuschauerraum trennt und zu Beginn und Ende einer Vorstellunggeöffnet bzw. geschlossen wird.

Vorsänger: Ein Darsteller, der ein Lied anführt und das Publikum zum Mitsingen anregt.

WALK-IN:

Ein "Walk-In" im Musical bezeichnet einen Darsteller, der bei Bedarf spontan und flexibel auf die Bühne „einläuft“ und eine Rolle übernimmt, meist wenn Hauptdarsteller und andere Zweitbesetzungen (Cover) verhindert sind. Anders als ein festes Cover oder Understudy hat ein Walk-In in der Regel keine festen Spieltermine und ist nicht ständig in das Ensemble eingebunden. Walk-Ins müssen meist mehrere Rollen können und sind darauf vorbereitet, kurzfristig einzuspringen, was eine hohe Flexibilität und ein sehr gutes textliches und musikalisches Können erfordert. In manchen Produktionen kann ein Walk-In gelegentlich auch eine kleine, oft überraschende Rolle oder einen Gastauftritt übernehmen. Der Begriff beschreibt also eine Art flexible Reserve, die nur dann einspringt, wenn „Not am Mann“ ist. Walk-Ins spielen dabei normalerweise keine weiteren Ensemble-Rollen mit, im Gegensatz zu klassischen Cover-Darstellern, die auch Ensemblemitglieder sein können. Zusammengefasst: Walk-In Cover sind Ersatzdarsteller ohne feste Termine. Sie können mehrere Rollen absichern. Sie springen ein, wenn Hauptbesetzung und Zweitbesetzungen ausfallen. Sie benötigen hohe Flexibilität und umfassendes Rollenwissen. Sie übernehmen keine regulären Ensemble-Rollen. Dies unterscheidet den Walk-In auch von Swing und Cover, die meist festere Verpflichtungen oder Ensemble-Rollen haben.

Zuschauerraum: Der Bereich eines Theaters, in dem sich das Publikum aufhält.

Zuschauerinteraktion: Elemente in einem Musical, bei denen das Publikum direkt in die Handlung oder das Geschehen auf der Bühne eingebunden wird, zum Beispiel durch Anrede oder Beteiligung.

Zyklus: Eine Reihe von Theaterstücken oder Aufführungen, die thematisch oder inhaltlich miteinander verbunden sind.

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