Wicked - Das Musical

EINLEITUNG

folgt

ZUSAMMENFASSUNG

Wicked erzählt die Vorgeschichte der Hexen aus „Der Zauberer von Oz“ und wirft einen neuen, differenzierten Blick auf die sogenannte „Böse Hexe des Westens“ (Elphaba) und die „Gute Hexe“ Glinda. Im Zentrum stehen ihre Freundschaft, Ausgrenzung, Loyalität und der Kampf gegen Missstände im Reich Oz.

HANDLUNG

! SPOILER-ALARM !

Zwei ungleiche Hexen – die grünhäutige, idealistische Elphaba und die beliebte, kokette Glinda – werden auf der Hexenakademie aus Rivalinnen Freundinnen. Elphaba lehnt das korrupte System, den Zauberer von Oz und dessen Lügen ab, während Glinda zunächst konform agiert. Ihre Wege trennen sich, als ein politischer Machtkampf Elphaba zur Gejagten macht. Am Ende opfern beide ihre Ideale und Beziehungen für das größere Wohl, Elphaba täuscht ihren Tod vor und verlässt gemeinsam mit Fiyero das Land Oz, während Glinda als gefeierte Magierin den Status quo wahrt

HISTORISCHER, THEMATISCHER UND KULTURELLER KONTEXT

Wicked behandelt gesellschaftliche Themen wie Diskriminierung, „Otherness“, Propaganda und Freundschaft. Rückbezüge gibt es zu L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“ sowie Parallelen zu realhistorischen und sozialen Konflikten. Die Figur Elphaba ist ein anspielungsreicher Gegenentwurf zur eindimensional bösen Hexe früherer Generationen.

PREMIEREN

Uraufführung: 28. Mai 2003, Curran Theatre, San Francisco

Broadway-Premiere: 30. Oktober 2003, Gershwin Theatre, New York (Broadway)

Deutschlandpremiere: 15. November 2007, Palladium Theater Stuttgart

Neue deutsche Inszenierung Hamburg: 5. September 2021, Stage Theater Neue Flora

KREATIV-TEAM

Buch: Winnie Holzman,

basierend auf dem Roman von Gregory Maguire („Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West“, 1995)

Musik und Liedtexte: Stephen Schwartz

Regie: Joe Montello

DARSTELLER

Elphaba: Willemijn Verkaik (Stuttgart, Oberhausen, Niederlande, Broadway, West End),

Idina Menzel (Broadway),

Vajèn van den Bosch (Hamburg)

Glinda: Lucy Scherer (Stuttgart),

Jeannine Michèle Wacker (Hamburg)

Kristin Chenoweth (Broadway), 

Chantal Janzen (NL)

Fiyero: Mark Seibert,

Naidjim Severina (Hamburg),

Norbert Leo Butz (Broadway)

Madame Morrible: Angelika Wedekind,

Susanne Walbaum,

Carole Shelley (Broadway)

Der Zauberer: Carlo Lauber,

Andreas Lichtenberger,

Joel Grey (Broadway)

CHARAKTERE

Elphaba:

Die böse Hexe des Nordens; intelligent, kämpferisch, grünhäutig, Aussenseiterin

G(e)linda:

Die gute Hexe des Nordens; beliebt, zunächst oberflächlich, entwickelt Emphatie

Fiyero:

Prinz, Liebhaber zu beiden Hexen, wandelbar

Madame Morrible:

Leiterin der Zauberschule, karrieristisch, zwielichtig

Der Zauberer:

Machtgieriger Herrscher über Oz, charismatisch, illusionistisch

Nessarose:

Elphbas behinderte Schwester

Boq:

Munchkin, heimlich verliebt in Glinda, wird unfreiwillig zum Zinnmann

Dr. Dillamond:

Sprechender Ziegen-Professor, Opfer der Diskriminierung

MUSIK

SONGLISTE

(deutsche Version, Reihenfolge kann lokal abweichen):

„Keiner weint um Hexen“ (No One Mourns the Wicked)

Gutes altes Glizz“ (Dear Old Shiz)

„Der Zauberer und ich“ (The Wizard and I)

„Was fühl ich in mir?“ (What Is This Feeling?)

„Nichts ist mehr geheuer“ (Something Bad)

„Tanz durch die Welt“ (Dancing Through Life)

„Heißgeliebt“ (Popular)

„Ich bin es nicht“ (I’m Not That Girl)

„Nur ein Tag“ (One Short Day)

„Ein seelenvoller Mann“ (A Sentimental Man)

„Frei und schwerelos“ (Defying Gravity)

„Wie herrlich“ (Thank Goodness)

„Wundervoll“ (Wonderful)

„Ich bin es nicht“ (Reprise; I’m Not That Girl (Reprise))

„Solang ich dich hab“ (As Long As You’re Mine)

„Gutes tun“ (No Good Deed)

„Marsch der Hexenjäger“ (March of the Witch Hunters)

„Wie ich bin“ (For Good)

„Defying Gravity“ („Frei und schwerelos“) ist ikonisch wegen Elphabas spektakulärem Flug, sowie „Popular“ (Glindas großer Solo-Moment) und das Duett „For Good“/„Wie ich bin“ für Freundschaftsthematik und Emotion

BÜHNENBILD, KOSTÜME, EFFEKTE

Eugene Lee; berühmt für die magische, phantastische Welt von Oz – Smaragdstadt, fliegende Affen, mechanische Drachen.

Kostüme: Susan Hilferty; reich, farbenfroh, fantasievoll, aufwendige Verarbeitung.

Effekte: Spektakulär v.a. Elphabas Flug in „Defying Gravity“, Lichtregie und Stage Magic auf höchstem Niveau. Choreografie und visuelle Elemente sind musikalisch und erzählerisch miteinander verwoben.

AUSZEICHNUNGEN

Drei Tony Awards (2004), u.a. Beste Hauptdarstellerin (Idina Menzel), Bestes Kostümdesign, Bestes Bühnenbild.

Grammy Award für das beste Musical-Album

PRESSE- UND ZUSCHAUERSTIMMEN

Weltweit oft als „visuelles und emotionales Erlebnis“, „Magie auf der Bühne“, „erstklassige Stimmen und Musik“ gefeiert.

Der Erfolg betrifft verschiedene Generationen und Kulturen.

Zuschauerstimmen: Besonders gelobt werden die Bühnenillusionen, Empowerment-Thematik und die Umsetzung der Freundschaft.

TRIVIA / FUN FACTS

Willemijn Verkaik spielte Elphaba in vier Sprachen und hielt damit einen Rekord.

Louise Dearman spielte in London sowohl Glinda als auch Elphaba – eine Seltenheit.

Einflüsse: Ähnlichkeiten und Querverweise zu „Die Eiskönigin“ (Song „Let It Go“ von Idina Menzel).

Einige Effekte und Bühnenlösungen wurden mehrfach prämiert.

Film-Adaptation: Ab 2024 erscheint die zweiteilige Verfilmung mit Cynthia Erivo (Elphaba) und Ariana Grande (Glinda), Regie Jon M. Chu.