Stage Vibe - Dein Portal für aktuelle Musicals, Rezensionen & Insider-Interviews

Wir sind am Leben

21.03.26 - 27.12.26, Theater des Westens

Cast:

Kreativ-Team:

Buch / Regie: Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Franziska Kuropka, Lukas Nimschek

Choreografie: Jonathan Huor

Musik: Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Joshua Lange

Lichtdesign: Tim Deiling

Musikal-Lexikon

Einleitung

„Wir sind am Leben - Das Berlin Musical“ ist eine mitreißende Hommage an das pulsierende Berlin der 1990er Jahre. Dieses Originalmusical taucht ein in die wilde Ära nach dem Mauerfall, voller Techno-Partys, Neuanfänge und jugendlicher Rebellion. Mit Musik von Peter Plate und Ulf Leo Sommer, bekannt von den Musical-Hits wie „Kudamm 56 und 59“, verbindet es Pop, Rock und Berliner Underground-Klänge zu einem unvergesslichen Bühnenereignis. Die Premiere steht für März 2026 im Theater des Westens an. Ein Muss für Fans von „Wir sind Berlin“-Stimmung und authentischer Stadtgeschichte.

Kurze Handlung 

Nach dem Mauerfall 1990 fliehen die Geschwister Nina und Mario Fröhlich aus Wittenberg nach Berlin. Sie ziehen in den besetzten Altbau „Konsum Hoffnung“ und träumen von einem neuen Leben. Nina strebt eine Karriere als Pop-Sängerin an, während Mario sich in den kubanischen Tänzer Nando verliebt. Die Rückkehr ihrer Mutter Rosie stört die fragile Balance. Die Familie ringt mit Identität, Liebe und der AIDS-Realität in einer Stadt voller Techno-Clubs, Raves und Subkulturen. Euphorie mischt sich mit Unsicherheit, Chaos und gesellschaftlichem Wandel. Das Stück zeigt den Aufbruch Berlins als Metropole der Freiheit, geprägt von queeren Szenen und Traumata. Es endet als Geschichte über Zusammenhalt und Überleben.

Ausführliche Handlung 

 Die Handlung beginnt 1990 in Berlin, unmittelbar nach dem Mauerfall. Nina und Mario Fröhlich, aus Wittenberg stammend, fliehen vor der Enge der DDR-Zeit. Sie besetzen den Altbau „Konsum Hoffnung“ in einem Viertel voller Aufbruchsstimmung. Nina, ambitioniert, will Pop-Sängerin werden, doch die Techno-Szene dominiert die Stadt. Mario entdeckt in den Clubs seine Sexualität und verliebt sich in Nando Perrez, einen kubanischen Tänzer. Der besetzten Hausgemeinschaft schließen sich Figuren wie Bruno, bekannt als „die Dietrich“, an, der mit AIDS konfrontiert ist. Günther Westphal und Ramona Holzhammer ergänzen die bunte Runde. Früh im Stück feiern die jungen Leute die Freiheit: Raves, Partys und erste Lieben prägen den Alltag. Nina probiert sich in der Musikszene, stößt aber auf Widerstände in einer männerdominierten Techno-Welt. Mario und Nando vertiefen ihre Beziehung, doch die AIDS-Krise wirft Schatten voraus - Freunde erkranken, Ängste wachsen. Bruno verkörpert trotziges Leid: Trotz Krankheit tanzt und liebt er weiter. Die Szene im „Konsum Hoffnung“ wird zur Familie, die Chaos und Wärme teilt. Plötzlich taucht Mutter Rosie auf, die die Kinder jahrelang allein ließ. Sie will Kontrolle zurückgewinnen, stößt aber auf Widerstand. Konflikte eskalieren: Nina fühlt sich bevormundet, Mario verteidigt seine Liebe. Rosie ringt mit Schuld und der veränderten Welt. Familiendramen mischen sich mit gesellschaftlichen: Neonazis bedrohen die Hausbesetzer, Polizeirazzien unterbrechen Partys. Die queere Szene wird thematisiert - Akzeptanz und Diskriminierung kollidieren. Im Mittelteil kulminiert die Euphorie in großen Club-Szenen. Nina performt erstmals, Mario tanzt mit Nando. Doch Tragödien folgen: Bruno's Zustand verschlechtert sich, AIDS fordert Opfer. Rosie enthüllt eigene Traumata aus der DDR-Vergangenheit. Die Geschwister konfrontieren sie und Vergebung wird zur Prüfung. Parallel wächst die Techno-Kultur: Raves symbolisieren Freiheit, doch Überdosis und Verluste lauern. Gegen Ende zwingt eine Krise zur Reflexion. Nando kann nicht mehr tanzen, Mario opfert sich emotional. Nina erkennt Grenzen ihrer Träume, findet Stärke in der Familie. Rosie integriert sich langsam. Das Finale feiert Überleben: „Wir sind am Leben“ als Hymne auf Resilienz. Chronologisch durchläuft das Stück 1990 bis 1992, von Mauerfall-Euphorie zu Reife durch Verlust. Bühnenbild mit besetztem Haus, Lichtern und 90er-Kostümen verstärkt Immersion. 

Kreativteam und Premieren 

Buch und Musik stammen von Peter Plate und Ulf Leo Sommer, erstmals ohne Vorlage. Joshua Lange unterstützt bei Kompositionen. Regie führen Lukas Nimscheck und Franziska Kuropka. Choreografie kommt von Jonathan Huor, Bühnen- und Lichtdesign von Tim Deiling.

 Uraufführung: 21. März 2026 im Theater des Westens, Berlin. Die Pressekonferenz am 3. November 2025 stellte das Team und Songs vor.

Darsteller

Celina Dos Santos spielt Nina Fröhlich, die Pop-Träumerin

Steffi Irmen verkörpert Mutter Rosi Fröhlich (alternierend Maike Katrin Merkel)

 Markus Spagl ist Mario Fröhlich (Cover Nathan Johns)

 Jörn-Felix Alt als Bruno aka „die Dietrich“ (alternierend David Nadvornik, Mathias Reiser)

 Daniel Pohlen als Nando Perrez (Cover Alexander Hartmann, George Theodosiou)

Nik Breidenbach als Günther Westphal/Schleicher (Cover Ben Knop, Philipp Nowicki).

 Weitere: Johanna Spantzel (Ramona Holzhammer), Kathi Damerow (Doris Knittel), Lucille-Mareen Mayr (Brigitte Hermann/Cover Nina). 

Ensemble umfasst Safiyah Galvani, Tatonka-Danaë Brunner u.a., Dance Captain ist Claudio Gottschalk-Schmitt. 

Historischer, kultureller und thematischer Kontext

Das Musical ospielt um 1990–1992: Mauerfall löst Euphorie aus, Berlin wird zur Party-Metropole. Besetzte Häuser wie „Konsum Hoffnung“ symbolisieren Anarchie und Freiheit.

 Kulturell greift es Techno- und Clubszene auf. Raves, Love Parade sowie queere Subkulturen in Kreuzberg. AIDS-Krise überschattet alles: 1990 sterben Tausende, Präservativkampagnen starteten.

 Thematisch behandelt es Familie, Selbstfindung, Identität in Wendezeit. Wiedervereinigung bringt Chaos: Arbeitslosigkeit, Rechtsextremismus, Identitätskrisen. Es spiegelt die Autorensicht wieder auf „Stunde Null“, Hoffnung inmitten Verlust.

Musik

Wir sind am Leben: Titelsong von Rosenstolz (2011), Hymne auf Vitalität und Liebe. 

Überdosis Glück: Uptempo über Ekstase der 90er-Partys. 

Lied von den Vergessenen: Emotionales Stück zu Verlust und AIDS. 

Marilyn: Ballade mit Pop-Elementen, Ninas Traum. 

Wir küssen Amok: Wilder Track zu leidenschaftlicher Liebe. 

Flugzeug: Symbol für Flucht und Aufbruch. 

Neue Songs eigens komponiert, mit Techno-Pop-Mix, Balladen und Live-Band. 

Auszeichnungen und Nominierungen 

2026 ist die Welturaufführung. Auszeichnungen werden sicher folgen.

Vorab-Nominierungen für Beste Regie (Nimscheck/Kuropka), Bühnenbild und Kostümbild angekündigt.

Trivia / Fun Facts 

Erstes eigenständiges Musical von Plate/Sommer ohne Buchvorlage.

 Titelsong aus Rosenstolz-Album 2011, inspiriert von Plates Burnout-Kampf.

 Rosie basiert auf Team-Müttern.

 Pressetipp: Hauptdarsteller sangen live bei Pressekonferenz 2025, tosender Applaus. 

Choreo von Jonathan Huor (Ku'damm, ESC 2025).

 Keine Rosenstolz-Songs außer Titel, alles neu.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.